AfD-Fraktion positioniert sich zu Jugendvertretung
- Paul Nolte
- 7. Feb.
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Nach der Veröffentlichung eines ersten Satzungsentwurfes für die Jugendvertretung für Dessau-Roßlau gibt es erste Reaktionen. Auf den Fraktionsseiten des Amtsblattes für Dessau-Roßlau (Ausgabe Februar 26) positionierte sich Joachim Nothdurft für die AfD öffentlich gegen die Pläne, eine Jugendvertretung zu gründen.
Er sieht keinen Bedarf für eine Jugendvertretung, eine Vereinsgründung interessierter junger Menschen seie denkbar. Er bezeichnete die Pläne als “links-grünes Projekt”, bei dem es um “Staatsknechte” geht. Weiterhin kritisiert er die Kosten für ein jährliches Budget und die Entschädigung der Mitglieder. Nothdurft schreibt, die Jugendvertretung könnte “eine zusätzliche Interessenvertretung für Migranten” werden. Abschließend schreibt er, dass dadurch, dass auch junge Menschen ab 12 Jahren satzungsgemäße Befugnisse haben könnten, eine “Infantilisierung und Moralisierung” der Kommunalpolitik zu befürchten sei.
Der Satzungsentwurf soll im März noch einmal überarbeitet und das gesammelte Feedback eingearbeitet werden. Mit einer Zustimmung der AfD zur Gründung einer Jugendvertretung im Stadtrat ist allerdings eher nicht zu rechnen. Sie stimmten bereits in 2024 gegen eine Vorlage diesbezüglich und forderten in ihren Haushaltsanträgen für 2026 auch die Abschaffung der Stelle der Kinder- und Jugendbeauftragten.
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