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Auswertung des Satzungs-Workshop

  • Paul Nolte
  • 14. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Jugend beteiligen - Zukunft gestalten

Workshop zur Diskussion der „Satzung für den Jugendstadtrat der Stadt Dessau-Roßlau“


Trotz leerer Stuhlreihen auf Seiten der Kommunalpolitik war der Workshop zur Diskussion

einer Satzung für die zukünftige Jugendvertretung in Dessau-Roßlau, der am vergangenen

Samstag im VorOrt-Haus in der Wolfgangstraße stattfand, alles andere als ein Misserfolg,

denn es kamen genau diejenigen, um die es grundsätzlich geht: engagierte junge Menschen

mit Ideen, Meinungen und dem Wunsch, ihre Stadt aktiv mitzugestalten.

Eingeladen waren die Fraktionen des Stadtrates, um gemeinsam mit der kommunalen Kinder- und Jugendbeauftragten und anderen engagierten Akteuren der Stadt die von Paul Nolte entwickelte „Satzung für den Jugendstadtrat der Stadt Dessau-Roßlau“ zu diskutieren. Der Stadtrat, der sich bereits seit über 1 1/2 Jahren mit viel Ehrgeiz und Motivation für dieses

Thema stark macht, verfolgt damit nach wie vor das Ziel, den Prozess zur Gründung einer

Jugendvertretung weiter voranzubringen. Auch wenn die politischen Vertreterinnen und

Vertreter nicht erschienen, entwickelte sich die Veranstaltung zu einem lebendigen und

konstruktiven Austausch - getragen von den jungen Menschen, die gekommen waren.

Teilgenommen haben Jugendliche und junge Erwachsene mit unterschiedlichen politischen

Perspektiven, Interessen und Hintergründen, aber auch ein Mitglied des

Jugendhilfeausschusses. Das Landeszentrum Jugend + Kommune begleitet den

Gründungsprozess einer Jugendvertretung in der Stadt Dessau-Roßlau als Kommunal- und

Organisationsberatung für den Bereich kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung im Land

Sachsen-Anhalt und war ebenfalls vertreten. Gerade diese Vielfalt erwies sich als große

Stärke: In offenen Gesprächen wurden Erwartungen, Ideen und auch kritische Punkte rund um eine zukünftige Jugendvertretung diskutiert. Themen wie die Zusammensetzung, Transparenz, Wahlmodalitäten und die tatsächliche Wirksamkeit eines solchen Gremiums standen im Fokus.



Besonders bemerkenswert war die Ernsthaftigkeit, mit der die jungen Menschen ihre Rolle

reflektierten. Sie formulierten klare Vorstellungen davon, wie ihre Stimme in kommunale

Entscheidungsprozesse eingebracht werden kann - und machten deutlich, dass sie

Verantwortung übernehmen wollen.

Die Veranstaltung hat gezeigt: Das Interesse an politischer Teilhabe ist bei jungen Menschen

in Dessau-Roßlau groß. Es braucht Gelegenheiten, Räume und verlässliche Strukturen, um

dieses Engagement aufzugreifen und langfristig zu stärken.

Der Workshop war somit ein gelungener Auftakt. Die Ergebnisse des Workshops werden nun

systematisch aufbereitet und fließen in den weiteren Prozess zur Gründung einer

Jugendvertretung ein. Ziel bleibt es, ein Gremium zu schaffen, das die Interessen junger

Menschen sichtbar macht und ihnen eine echte Stimme in der Stadt verleiht.

Eines wurde an diesem Tag besonders deutlich: Jugendbeteiligung lebt nicht allein von guten

Regelungen auf dem Papier, sondern insbesondere von der Haltung, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen echte Gestaltungsspielräume zu eröffnen. Genau dafür wurde in diesem Workshop ein starkes Fundament gelegt.




 
 
 

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